Der Versuch Einwahlsoftware zu generalisieren

Um sich mit einem Netzwerk zu verbinden, bedarf es einer gemeinsamen Kennung. Die unbegrenzte Welt des Internets beispielsweise bedarf erst der Einwahl, durch die bestätigt wird, dass eine Legitimation zur Nutzung besteht. Selbst kleinste Netzwerke funktionieren auf diese Weise und sind zumindest mit einer Nutzerkennung erst freizuschalten. Erst nachträglich kann eine generelle Freigabe erfolgen, die jedoch das Risiko eines offenen Netzes mit sich bringt. Ein populäres Beispiel dafür sind WLAN-Router, denen nach der Installation kein Passwort zugewiesen wurde. Diese sind für jeden zugänglich der sich im Übertragungsradius befindet, ob man das nun gutheißen will oder nicht. Unwissenheit über die mögliche Mitnutzung der eigenen Leitung vermittelt ein Gefühl der Unsicherheit, obwohl diese bei Flatrates von 6000 bis 8000 Mbit nicht unbedingt merkbare Folgen haben muss.
Neben der Sicherheit dreht es sich natürlicherweise auch um die Kosten. Ohne überhaupt gefragt zu werden, würde niemand bereitwillig sein Netzwerk zur Verfügung stellen, das nicht zuletzt einiges an persönlichem Aufwand bedarf. Es ist deshalb auch bei Flatrates stets eine Einwahl nötig, um sich als der rechtmäßige Besitzer zu identifizieren. Zu diesem Zweck beinhaltet jedes Betriebssystem automatisch eine Software, mit der ein Netzwerk aufgebaut und der Schlüssel desselben vergeben werden kann. Im Fall der Internetbetreiber reicht dieses aber nicht aus, da sie mit eigenen Verschlüsselungssystemen und Übertragungstechnologien arbeiten. Die Software des Anbieters erhält der Kunde in der Regel mit Übergabe des Vertrages und der Kennung, die zur Anmeldung benötigt wird. Darüber hinaus bieten viele Computermagazine die Programme und weitere Updates der Software kostenlos im Internet an. Die aktuellen Versionen finden sich auch auf den CDs der Magazine, sodass für 4-5 Euro die Software auch ohne Internetzugang relativ einfach für alle zur Verfügung steht.
Die Alternative, sich über bestehende Netzwerkprogramme des Betriebssystems, beispielsweise über ein DFÜ-Netzwerk, einzuwählen, funktioniert nicht immer und bedarf einiges mehr an Fachwissen. Ein häufig auftretendes Problem besteht jedoch darin, dass die Software des Internetanbieters Fehler beinhaltet oder schlicht zu viel Speicher benötigt und somit das System übermäßig belastet. Dies ist häufig der Fall bei den leistungsschwächeren Netbooks, die teilweise weniger als 512 MB RAM Arbeitsspeicher besitzen. Um mit dem Netbook über einen Surfstick online zu gehen, ist aber für jede Sitzung eine eigene Einwahl nötig. Bedenkt man, dass es sich dabei zum Großteil um ein kurzes Nachschlagen von Informationen im Internet handelt, die selten länger als 1-2 Stunden in Anspruch nehmen, erscheint es unverhältnismäßig, 5-10 Minuten und mehr mit der Einwahl zu verbringen. Um dieses Problem zu beheben, sind Freeware-Programme entstanden, die nicht nur schlank im Speicherverbrauch sind, sondern zudem versuchen, eine möglichst breite Auswahl an Einwahlmustern abzudecken. Gerade im sich schnell entwickelnden Geschäft der Surfsticks ist das eine Herausforderung, da jeder Anbieter zudem noch eine eigene Hardware anbietet, die es mit einzubeziehen gilt.
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