Das neue Internet: 3D statt 2D

Vor wenigen Jahrzehnten war das Internet noch relativ unbekannt. Doch etwa seit den 1990er-Jahren begann seine Verbreitung in der ganzen Welt. Heutzutage ist die Nutzung des Internets für fast jeden Menschen selbstverständlich. Dabei wird das weltweite Netz immer weiter verbessert und modernisiert.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll das Internet noch einmal einen großen Schritt machen. Planungen vom Hersteller Intel zu Folge soll bereits im Jahre 2015 die Dreidimensionalität in das World Wide Web Einzug nehmen. Dies sei mit einem großen Umbruch gleichzusetzen, da der Nutzer dann die Möglichkeit habe, virtuelle Räume zu betreten. Dort könne er Zugang zu Informationen aller Art erhalten, sich mit anderen Usern austauschen und vieles mehr.

Auch wenn es bereits diverse dreidimensionale Chaträume gibt, bedeutet die Umwandlung des Internets von 2D in 3D noch einiges mehr. Der Nutzer taucht weitaus intensiver in das Internet ein und Firmen und Anbieter erhalten neue Möglichkeiten, ihre Produkte zu präsentieren. Sie können ihre Seiten wie einen echten Laden gestalten, in dem die Kunden die Produkte direkt ansehen können. Dann würden keine Links mehr benötigt, um auf eine andere Unterseite zu gelangen, sondern der Nutzer geht einfach durch eine Tür in einen anderen Raum. Auch für Präsentationen sei das neue 3D-Internet eine optimale Methode, da der Redner direkt mit dem Publikum interagieren kann, ohne dass sie sich am gleichen Ort befinden müssen. Somit entstehe durch dreidimensionales Internet eine neuartige Art der Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Natürlich eignet sich nicht der gesamte Inhalt des World Wide Webs für dreidimensionales Surfen. So werde es weiterhin viele Angebote geben, die in zweidimensionaler Form zur Verfügung stehen, darunter beispielsweise Texte. Das dreidimensionale Internet sei also nicht als Ersatz für das zweidimensionale gedacht, sondern solle eine Ergänzung darstellen, um bestimmte Inhalte auf eine neuartige Art zu präsentieren.

Um das dreidimensionale Internet zu realisieren, muss zunächst eine allgemeingültige Norm geschaffen werden. Es gibt bereits jetzt diverse Programme, die ein dreidimensionales Surfen ermöglichen. Ziel ist es, aus diesen Programmen eine einheitliche Methode zu schaffen, um 3D-Internet für alle Nutzer weltweit zugänglich zu machen. Dies wird dadurch erschwert, dass verschiedene Anbieter versuchen, ihre Software durchzusetzen, um Profit auf dem neuen Markt zu schlagen. Außerdem wird derzeit intensiv an der Qualität des neuen Internets gearbeitet. Ein Ansatz ist, den Quellcode der Internet Community Second Life zu nutzen und daraus eine neue Technologie zu entwickeln. Wer sich bereits vorher einen Eindruck über das Surfen in 3D schaffen will, findet bereits eine Auswahl an dreidimensionalen Softwares zum Herunterladen. Mit denen wird eine gewöhnliche Website in einen dreidimensionalen Raum verwandelt. Dort kann der Nutzer sich mit einem Avatar bewegen und sich mit anderen virtuellen Personen über den Inhalt der Website austauschen. Außerdem gibt es bereits Programme, die den Nutzer quasi in eine virtuelle Parallelwelt transportieren, wie die bekannte Internetcommunity Second Life.