Internet-Tarif – Unterschiede und Zielgruppen
Ein Internet-Zugang wird heutzutage in Deutschland nahezu als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. In der Schule werden Internet-Recherchen gefordert und bei vielen Arbeitsstellen werden grundlegende Kenntnisse am PC und natürlich im Umgang mit dem Internet gefordert. Hierbei ist für viele Menschen gar nicht vorstellbar, dass es selbst in Deutschland Regionen gibt, in denen kein oder nur sehr langsames Internet verfügbar ist. Doch selbst in Stadtnähe, wo die Netze in der Regel gut ausgebaut sind, steht vor einem funktionierenden Web-Zugang die Suche nach dem geeigneten Anbieter.
In Deutschland sind aktuell (September 2011) mehr als 50 Internet-Anbieter vorhanden, wenngleich ein Teil dieser nur regionale Dienste leistet. Die Tarif-Modelle der einzelnen Anbieter unterscheiden sich natürlich in erster Linie durch den Preis, aber auch auf den zweiten Blick kann man diverse Unterschiede erkennen. Daher ist es sicherlich ratsam, einige Anbieter miteinander zu vergleichen und vor einem verfrühten Vertragsabschluss den passenden Anbieter ausfindig zu machen.
Allgemein kann man einen Internet-Tarif in zwei grobe Sparten einordnen: Flatrate oder Zahlung nach Verbrauch. Flatrates haben sich in den vergangenen Jahren stark behaupten können und werden von der Mehrheit der Verbraucher genutzt. Dies liegt sicherlich an den mittlerweile recht günstigen Preisen. Besonders beliebt sind sogenannte Kombi-Flatrates, bei denen man nicht nur eine Internet-Flatrate, sondern auch eine Flatrate für die Telefonie ins Festnetz bucht. Der Preis für diese Tarife liegt bei etwa 25 Euro im Monat (Stand: September 2011). Tarife, bei denen nach Verbrauch abgerechnet wird, kann man wiederum in folgende Kategorien unterteilen: Zeit- oder Volumentarife. Bei einem Zeittarif ist allein die im Internet verbrachte Zeit relevant, bei einem Volumentarif bezahlt man die Menge der übermittelten Daten. Beide Modelle werden nur noch selten angeboten und ebenso selten genutzt. Geeignet sind sie allerdings durchaus für Menschen, die nur wenig im Internet surfen, etwa ältere Menschen oder auch Personen, die oft auf Reisen sind und das heimische Internet nur vereinzelt nutzen.
Das zweite wichtige Kriterium für die Wahl eines Internet-Tarifs ist die Verbindungsgeschwindigkeit. Durch die DSL-Technik lässt sich die Geschwindigkeit in einem Bereich von etwa 1.000 kbit/s und 64.000 kbit/s anpassen. In Ausnahmefällen sind sogar höhere Geschwindigkeiten möglich. Grundsätzlich gilt hierbei: Je höher die Geschwindigkeit, desto höher ist auch der monatliche Preis. Für den gewöhnlichen Seitenaufbau sind 2.000 kbit/s vollkommen ausreichend. Möchte man regelmäßig mittlere Datenmengen herunterladen oder vielleicht Online-Spiele spielen empfehlen sich sicherlich Geschwindigkeiten ab 6.000 kbit/s. Höhere Transferraten werden nur in seltenen Fällen benötigt. Neben der Geschwindigkeit und dem Preis sollte man bei der Wahl des passenden Tarifs auch auf die Randkonditionen achten. Hierzu zählen etwa Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist, Anschlussgebühren oder auch ein etwaiger Mietpreis für ein Modem. Viele solcher Angaben findet man erst im Kleingedruckten, weshalb man dies umso aufmerksamer studieren sollte.