Helfer und Spione: Cookies löschen oder zulassen – jeder entscheidet selbst

cookies löschen

Das Cookie (Englisch: Plätzchen) wird von einem Webserver zum Browser gesandt und auf dem jeweiligen Rechner gespeichert. Solange wie der Nutzer die Speicherung zulässt. Er kann auch einstellen, dass bei jedem Schließen des Browsers auch die Cookies gelöscht werden. Der Vorteil von Cookies ist, dass Seiten entsprechend den Voreinstellungen aufgebaut werden. Netscape hatte das Cookie erfunden und entwickelt. In RFC 2109 und RFC 2965 ist das Cookie spezifiziert.

Cookies können auf zwei Arten übertragen und ausgewertet werden. In den Kopfzeilen via HTTP oder lokal generiert durch JavaScript bzw. andere Scriptsprachen. So lassen sich Aktivitäten der Benutzer speichern. Sobald die jeweilige Webseite erneut aufgerufen wird, werden die Daten zum Server übertragen. Die Cookie-Textdatei speichert die Informationen. Ein Cookie kann jede Einstellung lokal speichern. Vier Kilobyte an Daten enthält ein Cookie. Er ist üblicherweise mit allen Browsern kompatibel. Allein der Nutzer verwaltet seine Cookies und löscht sie bzw. lässt sie aktiv. Browser geben den Usern meist aber nur eingeschränkte Einstellungsmöglichkeiten. Cookies können akzeptiert werden und die Annahme von Cookies kann ebenso begrenzt werden auf den Server der aufgerufenen Seite. Werbebanner stammen meist von dritten Servern. Genau hierfür kann die Akzeptanz von Cookies ausgeschaltet werden. Auch lässt sich die Einstellung festlegen, dass bei jedem Cookie erneut gefragt wird, ob er vom User akzeptiert wird. Bei der Einstellung “erlauben” bleibt der Cookie erhalten. Bei der Einstellung “für diese Sitzung erlauben” wird er bei Schließen des Browsers gelöscht und bei “ablehnen” wird das Cookie nicht akzeptiert. Sitzungs-Cookies können auch bei Schließen des Browsers grundsätzlich gelöscht werden. Dann wird das Cookie durch Überschreiben mit leeren Informationen gelöscht. Zudem können einzelne Cookies oder alle auf einmal gelöscht werden. Auch Daten zum Cookie sind teilweise einsehbar.

Cookies sind häufig vorteilhaft. Eigene Einstellungen werden jedes Mal bei Aufruf der Webseite geladen und müssen in Foren beispielsweise nicht immer erneut eingegeben werden. Im Cookie wird eine Session-ID gespeichert, die es dem User erspart, immer wieder sein Passwort eingeben zu müssen. In Web-Shops sind Cookies wertvoll, wenn der Einkaufskorb sich füllt. Erst bei Kaufabsicht werden die Artikel in einem Cookie gespeichert und ausgewertet. Cookies speichern Daten auch zwischen. Das ist sinnvoll, wenn die Verbindung zum Server abbricht. Sobald die Onlineverbindung wieder steht, werden die Cookie-Daten zum Server geleitet. So gut Cookies auch sind in Foren und bei Bankapplikationen, so missbräuchlich werden sie teils in Online-Shops verwendet. Cookies spionieren das Surfverhalten von Nutzern aus. So kann der Shopbetreiber gezielt Werbematerial verschicken, weil er die Vorlieben das User kennt. Um dagegen gewappnet zu sein, dass Werbeunternehmen mit ihren Bannern Cookie-Daten sammeln, sollte die Browser-Einstellung nur Cookies vom Server der jeweils aufgerufenen Seite akzeptieren. Besondere Vorsicht ist bei Internetcafés und öffentlichen Rechnern in Schulen und Unis geboten. Damit der nächste User nicht mit den eigenen Daten im Netz weiterarbeitet, sollten alle Cookies konsequent in den Einstellungen gelöscht werden.

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