Hotspot sicher machen: Das sind die relevanten Sicherheitsvorkehrungen

Hotspots finden im öffentlichen Raum eine immer stärkere Verbreitung und werden entsprechend von mehr Nutzern für die flexible Verbindung mit dem Internet eingesetzt. Die Zugangspunkte befinden sich beispielsweise in Restaurants und Cafés, in Flughäfen und in Zügen sowie in Universitäten, Bibliotheken und an vielen anderen Orten. Wer keine Herstellung einer Internetverbindung über UMTS oder LTE wünscht, findet hiermit eine echte Alternative. Anders als beispielsweise bei UMTS wird für die Verbindungsherstellung kein entsprechendes Modul benötigt und auch kein Tarif, der das mobile Internet ermöglichen würde. Weiterhin machen Hotspots unabhängig vom Vorhandensein des Mobilfunknetzes. Die Deutsche Telekom hat von diesen Hotspots in Deutschland mittlerweile 8.000 eingerichtet, weltweit sind es 12.000 (Stand: September 2011). Da die Nutzung dieser Zugangspunkte zunimmt, stellen sich jedoch auch Sicherheitsfragen in stärkerem Maße. Gerade diejenigen, die Hotspots einsetzen für das Arbeiten unterwegs und sensible Daten austauschen, sollten sich über die Frage Gedanken machen, ob ihre Dokumente wirklich sicher sind.

Technisch betrachtet funktionieren Hotspots dabei nicht anders als andere WLAN-Netzwerke auch. Wer zu Hause einen kabellosen Router einsetzt, um mehrere Computer gleichzeitig mit dem Netzwerk und dem Internet zu verbinden, der weiß, dass die Einrichtung von Sicherheitsprotokollen unerlässlich ist. Ansonsten droht der Missbrauch der Internetleitung durch unbefugte Dritte. Auch und gerade Hotspots im öffentlichen Raum sollten aus diesem Grund mit entsprechenden Sicherheitsprotokollen geschützt sein. Wer eine Verbindungsherstellung mit dem Hotspot versucht, der sollte sich bei dem entsprechenden Betreiber vorher informieren, welche Sicherheitstechnik eingesetzt wird. Ideal ist hierbei das Verschlüsselungsverfahren WPA2, das die Verwendung von Schlüssellängen mit 265 Zeichen erlaubt und damit als besonders sicher gilt. Setzt der Betreiber hingegen nur einen veralteten Standard wie WPA ein mit einer Schlüssellänge von lediglich 63 Zeichen oder überhaupt keine Verschlüsselungsverfahren, sollte auf die Nutzung des Hotspots verzichtet werden.

Falls die Sicherheitsvorkehrungen nicht auf die Schnelle ermittelt werden können oder die Verwendung eines bestimmten Hotspots unvermeidlich ist, sollte wenigstens der Nutzer selbst entsprechende Maßnahmen getroffen haben. So empfiehlt sich für alle mobilen Geräte, die an einem solchen öffentlichen Zugangspunkt eingesetzt werden sollen, die Verwendung einer Softwarefirewall. Auch wenn der Hotspots selbst nicht geschützt ist, kann diese Software als letzte Sicherheitsinstanz vor dem Eindringen auf den eigenen Computer unsichere Anfragen filtern und den Zugriff von unbefugten Dritten verhindern helfen. Eine solche Firewall ist beispielsweise in dem Sicherheitspaket Norton Internet Security 2011 enthalten. Die Software ist zu einem Preis von 29,99 Euro mit einer einjährigen Lizenz erhältlich. Soll die Lizenz bereits für 2 Jahre gekauft werden, erhöht sich der Preis (Stand: September 2011). Der Hersteller gibt ausdrücklich an, dass die Software für den Schutz des Systems bei der Verwendung drahtloser Hotspots geeignet ist. Die Sicherheitssuite ist lauffähig auf allen Windows-Betriebssystemen wie XP, Vista und 7.