Ständige Erreichbarkeit bringt Probleme mit: Skype und Co besetzen unseren Ruheraum

Alles in der Welt scheint mit der Technik schneller zu werden. Und die Wege, die ein Einzelner in seinem Leben zurücklegen muss, werden immer weiter. Davon leben Fortschritt und Wirtschaft. Der Mensch hat sich diese Welt im Großen und Ganzen nach seinen eigenen Wünschen selbst so eingerichtet, doch damit gleichzeitig neue Wünsche geschaffen. Es ist schließlich immer wichtiger geworden, Informationen schnell erhalten und weiterverarbeiten zu können. Und so wurde der Wunsch geboren, immer und an jedem Ort erreichbar zu sein.

Der Erste, der diesen Wunsch innerhalb der neuen, multimedialen Welt zu realisieren versuchte, war Mark Zuckerberg. Dieser strebte 2004 mit seinem sozialen Netzwerk Facebook auf den sich gerade ordnenden Markt. Begann er sein Projekt damals noch mit einer verschwindend geringen Anzahl von Profilen, überschritt das Netzwerk im September 2011 Nutzerzahlen von 800 Millionen. Hieran zeigt sich, wie enorm der Bedarf an multimedialer Vernetzung wirklich ist.

Der aktuelle Trend hin zum Smartphone und zur mobilen Informationsverarbeitung haben diesem speziellen Bereich der mobilen Kommunikation zusätzlichen Vorschub geleistet. So gibt es für alle Kommunikationsprogramme heutzutage Applikationen, sogenannte “Apps”, die unsere Erreichbarkeit jederzeit garantieren. Ein Anbieter, der solche Dienstleistungen gewinnbringend vertreibt, ist Skype. Im August 2003 begann der Service der eBay-Gruppe, internetbasierte Telefonie anzubieten. Nachdem der Nutzer hier die kostenlose Betriebssoftware heruntergeladen hat, ist er fortan in der Lage zu fixen, meist sehr günstigen Konditionen in die ganze Welt zu telefonieren. Der Kontakt zu anderen registrierten Skype-Nutzern ist hierbei sogar gratis. Skype hat die Zahl seiner aktiven Nutzer im Mai 2011 noch mit circa 660 Millionen angegeben. Im selben Monat kaufte Microsoft den Service von eBay für insgesamt rund 8,5 Milliarden US-Dollar.

Neben der unglaublich großen Bedeutung für den Finanzsektor hat das gesamte Phänomen “mobile Kommunikation” auch große Auswirkungen auf unser Privatleben. Denn einerseits kommt man zwar unglaublich schnell an die Informationen über den nächsten Urlaubsort, andererseits fällt es auch dem Chef leichter, uns noch unter der Palme nach Aktenzeichen XY zu fragen.